Hausschabe

Die Hausschabe erreicht eine Länge von bis zu 13 mm, sie ist gelbbraun, ihren Halsschild zieren 2 dunkelbraune Längsstreifen. Obwohl sie Flügel besitzen, sind beide Geschlechter nicht flugfähig. Die Eipakete trägt das Weibchen etwa 1 Monat mit sich herum, bevor sie an beliebigen Orten abgelegt werden. Die Larven schlüpfen kurze Zeit später und erreichen ihre volle Größe nach 2 bis 3 Monaten. Die Hausschabe fühlt sich im Dunkeln wohl, geht überwiegend in der Nacht auf Nahrungssuche und kann sehr lange hungern. Die Eipakete sind sehr widerstandsfähig.

Hausschaben sind Allesfresser und ernähren sich von organischem Material aller Art, bevorzugen aber feuchte und weiche Lebensmittel. Auch sie verbreiten durch Verunreinigung ihres Lebensraumes zahlreiche Keime, Krankheits- und Fäulniserreger und sind an ihrem süßlichen, fauligen Geruch zu erkennen.

Befälle müssen rechtzeitig erkannt werden, was am besten mit Klebefallen geschieht, die mit geeigneten Lockstoffen versehen sind. Fraßköder auszulegen und Insektizide zu versprühen sind verbreitete Bekämpfungsarten; um Umweltrisiken zu vermeiden, sollte man jedoch überwiegend auf die vergifteten Köder zurückgreifen.

Einen dauerhaften Erfolg in der Bekämpfung von Schaben erzielt man nur durch systematische und langfristige Maßnahmen, deren Erfolg im Nachhinein unbedingt überprüft werden sollte. Vereinzelte Bekämpfung wird in den allermeisten Fällen keinen anhaltenden Erfolg bescheren.

» zurück zum Schädlingslexikon