Afrikanischer Bienenbeutenkäfer erstmals in der EU‏ gesichtet

Im September 2014 wurde in der italienischen Provinz Kalabrien der Befall eines Bienenstocks durch den ursprünglich afrikanischen "Kleinen Bienenbeutenkäfer" (lat.: Aethinatumida) nachgewiesen. Dies ist zwar nur der erste dokumentierte Befall auf dem Gebiet der Europäischen Union und trotzdem gibt es schon Anlass zur Sorge, denn in Afrika, Nordamerika und Australien richtet dieser Schädling seit Jahrzehnten erhebliche wirtschaftliche Schäden an.

Sollte sich der Käfer ausbreiten oder gar in Europa heimisch werden, ist mit zahlreichen Verlusten von Bienenvölkern zu rechnen. Der erwachsene Käfer legt seine Eier in Bienenstöcken ab und seine Larven fressen sich durch Honig- und Brutwaben. Dadurch wird der Honig für die Industrie unbrauchbar und die Brut des Bienenvolkes wird abgetötet. Im schlimmsten Fall schafft es das Bienenvolk nicht mehr, sich in ausreichendem Maße zu reproduzieren und stirbt binnen einer Generation ab.

Erkennen kann man den Befall anhand von Larven im Bienenstock und dem Bienenbeutenkäfer selbst. Er ist in etwa halb so groß wie die Honigbiene und somit noch gut mit bloßen Auge erkennbar. Als Präventivmaßnahme wurde der Käfer vorsorglich auch in Deutschland als anzeigepflichtige Bienenkrankheit eingestuft. Imker sind somit verpflichtet, beim Verdacht eines Befalls unverzüglich die zuständige Veterinärbehörde zu verständigen.

Auf der Homepage des niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) finden Sie bei Bedarf eine Bestimmungshilfe für den Beutenkäfer:

http://www.laves.niedersachsen.de/download/42552/Kleiner_Beutenkaefer-_einfache_Bestimmung.pdf


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